Interventionelle Radiologie · Karlsruhe
Magen-Darm & Blutung
Bei einer Blutung im Verdauungstrakt kann eine Katheterbehandlung erforderlich werden, wenn andere Verfahren nicht ausreichen oder ungeeignet sind. Die Entscheidung erfolgt gemeinsam mit Gastroenterologie, Chirurgie und Intensivmedizin.
Mögliche Verfahren nach individueller Indikationsstellung.
Verfahrensübersicht
- Notfall-Embolisation bei gastrointestinaler Blutung
- Embolisation bei Trauma und postoperativer Blutung
- Perkutane Abszessdrainage
- Radiologische Gastrostomie / Gastrojejunostomie
- Ausgewählte Jejunostomie-Verfahren
- Ösophagus- und Darmstents in interdisziplinärer Versorgung
- Rekanalisation mesenterialer Gefäße
- Behandlung viszeraler Aneurysmen
- Hämorrhoidalarterienembolisation: ausgewählte Indikationen
Blutungsquelle gezielt erreichen
Über einen Gefäßzugang wird ein dünner Katheter bis zum betroffenen Gefäß vorgeschoben. Kleine Spiralen, Partikel oder andere geeignete Materialien können die Blutung stoppen.
Entzündliche Flüssigkeitsansammlungen
Abgekapselte Flüssigkeit oder Eiter im Bauchraum kann in geeigneten Fällen unter Bildkontrolle punktiert und über einen Schlauch abgeleitet werden.
Notfallversorgung
Eine akute schwere Blutung gehört in die Notfallversorgung. Ein möglicher Gefäßverschluss wird so gezielt wie möglich durchgeführt; eine Minderdurchblutung des betroffenen Gewebes ist dennoch ein relevantes Risiko. Bei einem akuten Notfall wählen Sie 112.
Beratung und Vorbereitung
Bringen Sie vorhandene Arztbriefe, Bilddaten und einen aktuellen Medikamentenplan mit. Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache verändern. Wir besprechen mit Ihnen Nutzen, Risiken und Alternativen.
Weiterführend: Fachinformation zum Themengebiet ↗
Redaktioneller Stand: September 2026 · Quellen und Bildnachweise