Interventionelle Radiologie · Städtisches Klinikum Karlsruhe
Prostataembolisation in Karlsruhe
Eine Katheterbehandlung bei gutartiger Prostatavergrößerung.
Beschwerden beim Wasserlassen können durch eine gutartig vergrößerte Prostata entstehen. Die Prostataarterienembolisation, kurz PAE, kann für ausgewählte Patienten eine Behandlungsoption sein. Voraussetzung ist eine urologische Abklärung der Beschwerden.
- Verfahren
- Katheterbehandlung der Prostataarterien
- Ziel
- Beschwerden durch gutartige Vergrößerung lindern
- Auswahl
- Gemeinsam mit der Urologie
Wann lohnt sich eine Beratung zur PAE?
Eine PAE kann bei belastenden Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung erwogen werden. Ob eine Abflussbehinderung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist, wird urologisch untersucht. Häufiger Harndrang oder ein schwacher Harnstrahl können auch andere Ursachen haben.
Vor der Entscheidung werden bisherige Medikamente, Untersuchungen, Prostatabefunde und Ihre Erwartungen besprochen. Die PAE zur Behandlung einer gutartigen Vergrößerung ist keine Prostatakrebstherapie.
Was geschieht bei der Prostataembolisation?
Über einen Gefäßzugang wird ein feiner Katheter zu den Prostataarterien geführt. Unter Bildkontrolle werden kleine Partikel eingebracht, um die Blutversorgung gezielt zu vermindern. Das Gewebe kann dadurch im Verlauf an Volumen verlieren.
Gefäßverlauf und Verbindungen zu Nachbarorganen müssen genau beurteilt werden. Nicht jede Gefäßanatomie erlaubt eine sichere vollständige Behandlung. Die Beschwerden bessern sich, wenn die Behandlung wirkt, im Verlauf und nicht zwingend unmittelbar.
Fachliche Grundlagen: [1]
Wie schneidet die PAE gegenüber anderen Verfahren ab?
Medikamente und urologische Eingriffe bleiben wichtige Alternativen. Die europäische urologische Leitlinie beschreibt für die PAE im Vergleich zur transurethralen Prostataresektion, kurz TURP, im Mittel geringere Verbesserungen bestimmter Beschwerden und Messwerte sowie häufigere erneute Behandlungen. Diese Unterschiede gehören in die Beratung.
Dafür kann der Zugang über die Gefäße für bestimmte Patienten eine passende Option darstellen. Die Auswahl sollte gemeinsam durch Urologie und erfahrene interventionelle Radiologie erfolgen. Es gibt kein Verfahren, das für jeden Patienten die beste Wahl ist.
Fachliche Grundlagen: [2]
Risiken und Nachsorge
Möglich sind Schmerzen, vorübergehende Beschwerden beim Wasserlassen, Blut im Urin, Infektionen oder Harnverhalt. Hinzu kommen Risiken des Gefäßzugangs, des Kontrastmittels und eine Strahlenbelastung. Eine unbeabsichtigte Embolisation benachbarter Organe kann Gewebe schädigen.
Die Nachsorge beurteilt Beschwerden und Blasenentleerung. Bei anhaltenden Problemen kann eine weitere Behandlung erforderlich sein. Wenn Sie nach einem Eingriff nicht mehr Wasser lassen können oder Fieber entwickeln, ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung erforderlich.
Häufige Fragen zu Prostataembolisation
Ersetzt eine PAE die urologische Untersuchung?
Nein. Die urologische Diagnostik klärt die Ursache der Beschwerden und hilft, passende Patienten für die PAE auszuwählen. Auch die Nachsorge erfolgt abgestimmt.
Ist eine PAE dauerhaft wirksam?
Eine anhaltende Besserung ist möglich, kann aber nicht zugesagt werden. Beschwerden können fortbestehen oder zurückkehren; erneute Behandlungen sind möglich.
Ihr nächster Schritt
Persönliche Beratung in Karlsruhe
Hilfreich sind urologische Arztbriefe, Angaben zu bisherigen Medikamenten und Eingriffen, vorhandene Bildgebung sowie die Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen zur Blasenentleerung.
Bitte bringen Sie außerdem Ihren aktuellen Medikamentenplan mit und nennen Sie bekannte Allergien. Welche Unterlagen zusätzlich benötigt werden und wie Sie Bilddaten sicher übermitteln können, erläutert Ihnen die Anmeldung. Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache verändern.
Behandlungsort: Städtisches Klinikum Karlsruhe, Moltkestraße 90, 76133 Karlsruhe. Für kurzstationäre Überwachung und interventionelle Versorgung stehen zwei Betten zur Verfügung. Art und Dauer eines Aufenthalts richten sich nach dem Eingriff und Ihrem Gesundheitszustand.
Eine Anfrage ist noch keine Zusage für einen Eingriff. Die persönliche Beratung klärt Nutzen, Risiken und Alternativen. Bei einem akuten medizinischen Notfall wählen Sie 112.
Fachliche Grundlagen & weiterführende Informationen
- CIRSE: Patienteninformation zur PAE (PDF) ↗
- EAU: Leitlinie zu Beschwerden des unteren Harntrakts, Abschnitt PAE ↗
Redaktionell verantwortlich: PD Dr. med. Jonathan Nadjiri · Redaktioneller Stand: 26. September 2026. Die Inhalte wurden mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der verlinkten Fachinformationen formuliert. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Aufklärung.