Interventionelle Radiologie · Städtisches Klinikum Karlsruhe
pAVK-Behandlung in Karlsruhe
Durchblutungsstörungen gemeinsam im Gefäßteam behandeln.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK, sind Arterien verengt oder verschlossen. Das kann die Blutversorgung der Beine beeinträchtigen. Am Klinikum Karlsruhe wird gemeinsam im Gefäßteam entschieden, ob eine Katheterbehandlung, eine Operation oder zunächst eine konservative Therapie sinnvoll ist.
- Beschwerden
- Zum Beispiel belastungsabhängige Beinschmerzen
- Verfahren
- Ballonaufdehnung, gegebenenfalls Gefäßstütze
- Betreuung
- Interdisziplinär im zertifizierten Gefäßzentrum
Wann wird ein Gefäßeingriff erwogen?
Gehstrecke, Ruheschmerzen, Wunden und Gefäßbefunde bestimmen die Dringlichkeit. Nicht jede Engstelle muss sofort behandelt werden. Grundlage sind eine klinische Untersuchung und geeignete Gefäßdiagnostik, etwa Ultraschall; bei Bedarf wird die Bildgebung ergänzt.
Bei belastungsabhängigen Beschwerden gehören Bewegungstherapie und die Behandlung von Risikofaktoren zum Konzept. Bei bedrohtem Gewebe kann eine rasche Wiederherstellung der Durchblutung erforderlich sein.
PTA und Stent: Wie wird das Gefäß behandelt?
Bei der perkutanen transluminalen Angioplastie, kurz PTA, wird ein Katheter über einen Gefäßzugang zur Engstelle geführt. Ein kleiner Ballon dehnt den verengten Bereich auf. Falls zusätzliche Stabilisierung erforderlich ist, kann eine Gefäßstütze, ein Stent, eingesetzt werden.
Lage und Ausdehnung des Verschlusses, Begleiterkrankungen und frühere Eingriffe beeinflussen die Wahl. Ob ein Katheterverfahren, eine gefäßchirurgische Behandlung oder eine Kombination geeignet ist, wird im Gefäßteam besprochen.
Welche Grenzen und Risiken gibt es?
Möglich sind Blutungen am Zugang, Gefäßverletzungen, ein erneuter Verschluss oder eine Verschleppung von Material in kleinere Arterien. Kontrastmittel und Strahlenbelastung werden bei der Planung berücksichtigt. Eine technisch eröffnete Arterie führt nicht in jedem Fall zur gewünschten Beschwerdebesserung.
Auch nach erfolgreicher Behandlung kann sich ein Gefäß wieder verengen. In manchen Situationen sind weitere Eingriffe oder eine Operation notwendig.
Fachliche Grundlagen: [1]
Was bleibt nach dem Eingriff wichtig?
Eine Katheterbehandlung beseitigt nicht die zugrunde liegende Gefäßerkrankung. Die vereinbarte medikamentöse Behandlung, Rauchstopp, passende Bewegung und die Kontrolle von Risikofaktoren bleiben wichtig. Gefäß- und gegebenenfalls Wundkontrollen werden individuell geplant.
Ändern Sie gerinnungshemmende Medikamente nicht selbstständig. Wenn ein Bein plötzlich stark schmerzt, kalt oder blass wird oder neue Gefühls- beziehungsweise Bewegungsstörungen auftreten, ist eine sofortige Notfallabklärung erforderlich.
Fachliche Grundlagen: [2]
Häufige Fragen zu pAVK & Gefäßinterventionen
Ist bei pAVK immer ein Stent erforderlich?
Nein. Je nach Gefäßbefund kann eine Ballonbehandlung ausreichen oder ein anderes Vorgehen sinnvoll sein. Die Entscheidung fällt anhand des Befundes und des Behandlungsergebnisses.
Kann ich nach einem Eingriff die Medikamente absetzen?
Bitte nicht eigenständig. Welche Medikamente notwendig sind und wie lange sie genommen werden, legt Ihr Behandlungsteam fest.
Ihr nächster Schritt
Persönliche Beratung in Karlsruhe
Für die Beratung sind Gefäßbefunde, vorhandene CT-/MRT- oder Angiographieaufnahmen, Berichte früherer Gefäßeingriffe und ein aktueller Medikamentenplan hilfreich. Geben Sie Gehstrecke, Ruheschmerzen und bestehende Wunden an.
Bitte bringen Sie außerdem Ihren aktuellen Medikamentenplan mit und nennen Sie bekannte Allergien. Welche Unterlagen zusätzlich benötigt werden und wie Sie Bilddaten sicher übermitteln können, erläutert Ihnen die Anmeldung. Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache verändern.
Behandlungsort: Städtisches Klinikum Karlsruhe, Moltkestraße 90, 76133 Karlsruhe. Für kurzstationäre Überwachung und interventionelle Versorgung stehen zwei Betten zur Verfügung. Art und Dauer eines Aufenthalts richten sich nach dem Eingriff und Ihrem Gesundheitszustand.
Eine Anfrage ist noch keine Zusage für einen Eingriff. Die persönliche Beratung klärt Nutzen, Risiken und Alternativen. Bei einem akuten medizinischen Notfall wählen Sie 112.
Fachliche Grundlagen & weiterführende Informationen
- CIRSE: Angioplastie und Stentbehandlung ↗
- NHS: Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit ↗
- AWMF / DGA: S3-Leitlinie zur pAVK, Register 065-003 ↗
- NHS Cornwall: Gefäßsymptome und Notfallabklärung ↗
Wissenschaftliche Arbeiten mit Beteiligung von PD Dr. Nadjiri
Die Arbeiten beleuchten einzelne Fragestellungen und belegen keine pauschale Wirksamkeit für jeden Behandlungsfall.
Redaktionell verantwortlich: PD Dr. med. Jonathan Nadjiri · Redaktioneller Stand: 26. September 2026. Die Inhalte wurden mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der verlinkten Fachinformationen formuliert. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Aufklärung.